Stadtbild

Nachhaltige Meetings an ungewöhnlichen Orten

© Mediaserver Hamburg / Timo Sommer

Auch wenn Hamburg alle Facetten der Nachhaltigkeit bedient, starten wir einmal mit der offensichtlichsten: der grünen Natur im Stadtbild. Laut dem Green City Index von Travel Bird zählt Hamburg mit 114 qm Grünfläche pro Einwohner zu den zehn grünsten Städten Europas. 44,5 % der Stadtfläche sind Wald, Grün- oder Freizeitflächen, Naturschutzgebiete oder geschützte Landschaften. Dabei hat Hamburg über 35 Naturschutzgebiete, die fast 9 % der Stadtfläche einnehmen.

Eine weitere Besonderheit ist, dass Hamburg eine „Stadt der kurzen Wege“ ist, in der man nicht zwingend auf ein Auto angewiesen ist, sondern einfach auch mal das Fahrrad nutzen kann. Hier kommt auch das „Grüne Netz“ ins Spiel – verschiedene grüne Achsen, die sich durch die Stadt ziehen und Naherholung im Grünen in nur wenigen Minuten Entfernung ermöglichen. Für eine Hafenmetropole sind das ganz ordentliche Fakten, oder? Das finden übrigens nicht nur wir – immer wieder hören wir Stimmen von Gästen aus Nah und Fern, die von der „grünen Stadt“ Hamburg begeistert sind.

© Mediaserver Hamburg / ThisIsJulia Photography

Das Stadtbild prägen aber weitere nachhaltige Aspekte. Angefangen mit der HafenCity, die unmittelbar an die Speicherstadt grenzt, zeigt sich der recht junge Stadtteil als eine Art Labor für nachhaltige Architektur. Hier stark in die Tiefe zu gehen, würde den Rahmen sprengen, erlauben Sie uns dennoch ein paar Stichworte: Die HafenCity hat unter anderem ein eigenes Umweltzeichen, mit dem die Gebäude ausgezeichnet werden.

Die zertifizierten Gebäude haben beispielsweise durch ihre hohe Energieeffizienz geringere Betriebs- und Unterhaltskosten und somit Vorteile bei Vermietung und Verkauf – und natürlich für die Umwelt. Sämtliche Gebäude der HafenCity sind außerdem an zwei Fernwärmenetze angeschlossen, die grüne Wärmeenergie garantieren. Auch beim Thema Smart Mobility ist die HafenCity Vorreiter. So ist das erklärte Ziel die Fokussierung auf ÖPNV sowie Fuß- und Radverkehr, die Verringerung der Nutzung des eigenen PKW und damit auch die Steigerung der stadträumlichen Qualitäten. Wer mehr erfahren möchte, findet Infos direkt bei der HafenCity.

© Mediaserver Hamburg / ThisIsJulia Photography

Ein wichtiger Punkt beim Thema Nachhaltigkeit ist die Nachnutzung von städtischen Räumen.
Drei weithin sichtbare Gebäude sind die drei verbliebenen Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg.

© www.kilimanschanzo.de

Der bunte „Florabunker“ im Schanzenviertel: Wo früher Menschen Schutz suchten, finden sich heute Musik-Proberäume, ein Jugendtreff und an der Fassade des bunt gestalteten Bauwerks ist eine 13 Meter hohe Kletterwand zum Bouldern angebracht.

© VJU

Gerade in Bezug auf Nachhaltigkeit spielt der Hochbunker im Stadtteil Wilhelmsburg eine spannende Rolle im Bunker-Trio: Besser bekannt als der „Energiebunker“ ist das Weltkriegsrelikt heute ein regeneratives Kraftwerk mit Großwärmespeicher und versorgt rund 3.000 Haushalte mit Wärme und rund 1.000 Haushalte mit Strom. Außerdem gibt es mit dem VJU ein Café, das sich auch für Veranstaltungen oder Firmenfeiern mieten lässt.

© Planungsbüro Bunker Matzen Immobilien

Der vielleicht bekannteste Bunker an der Feldstraße im Stadtteil Sankt Pauli wird ebenfalls weiter genutzt: Clubs, ein Musikgeschäft und Proberäume finden sich im Inneren der dicken Wände. In aller Munde ist zurzeit, dass auf dem Bunkerdach ein Hard Rock Hotel entsteht. Außerdem wird auch hier wieder an die Natur gedacht, denn das Bunkerdach wird spektakulär begrünt.

© Mövenpick Hamburg

Eine weitere außergewöhnliche Nachnutzung im Bereich Hotels ist das Mövenpick Hamburg. Denn das wunderbare Hotel findet seine Behausung in nichts anderem als einem alten Wasserturm. Eines der vielleicht schönsten Gebäude im Schanzenviertel ist heutzutage also das temporäre Zuhause für Gäste aus aller Welt.

© Mediaserver Hamburg / HMG, Romanus Fuhrmann

Die wohl bekannteste Nachnutzung stellt aber sicherlich unser Wahrzeichen, die Elbphilharmonie Hamburg, dar. Denn das imposante Gebäude steht auf dem alten Kaispeicher A. Das ehemalige Lagerhaus hat seine Wurzeln bereits 1875, wurde jedoch nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg an gleicher Stelle 1963 neu gebaut. Mit der Nachnutzung ergab sich die Möglichkeit, die Elbphilharmonie als weit sichtbaren Leuchtturm der Stadt mitten im Hafengebiet zum Leben erwecken zu können.