The Show must go on

Branchentreffen der Schmuckhersteller als eines der ersten MICE-Events in Hamburg

Foto: Pixabay
Vom 6. bis 9. September 2020 versammelten sich die führenden Schmuckhersteller Europas zum Branchentreffen “The Show” in Hamburg. Neben einem Ausstellungsbereich für gut 20 Juweliere aus dem Premiumsegment umfasste das Programm auch Expertengespräche, Catwalk-Shows und Networking-Events. The Show richtet sich sowohl an Fachhändler als auch an die breite Öffentlichkeit und verzeichnete an jedem der vier Messetage mehr als 200 Besucher. Bei den abendlichen Networking-Events auf der Elbe kamen ebenfalls etwa 200 Teilnehmer zusammen – ganz maritim an Bord eines nostalgischen Passagierschiffs.
Fotos: AMS Advanced Mobility Solutions, Volker Renner
The Show war eines der ersten größeren Branchen-Events in der Hansestadt, seit der Hamburger Senat die Regelungen für MICE-Veranstaltungen gelockert hat und bei Veranstaltungen in Innenräumen nun bis zu 650 Teilnehmer erlaubt sind.

Zeitgleich startete das Hamburg Convention Bureau seine Standort-Kampagne “Weil wir Hamburg sind”. Passend zur Plakatierung im gesamten Stadtgebiet erhielten einige der Teilnehmer Gesichtsmasken, die mit dem Kampagnen-Logo verziert waren.

Die Location-Betreiber, Veranstalter und Caterer über ihre Erfahrungen mit der Ausrichtung eines der ersten Business-Events seit Beginn der Pandemie:

Umfassende Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien

Die Veranstaltung fand in der Altonaer Fischauktionshalle statt, Hamburgs historischer Fischauktionshalle aus dem Jahr 1896.

Jana Carolin Krull, Senior Project Manager bei Stacklies Catering & Events, dem Betreiber der Fischauktionshalle, erzählt: “The Show war die erste Veranstaltung, die wir nach sechs Monaten des Stillstands ausrichten durften. Im Rahmen der Planung haben wir unter anderem ein 26-seitiges Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt. Zu den Maßnahmen zählten neben einer umfassenden Beschilderung und Handdesinfektions-Spendern ein Akkreditierungs- und Rückverfolgungstool auf Basis eines scanbaren Barcodes sowie spezielle ‘Hygienemitarbeiter’ vor Ort.”

Zusätzlich erhielt jeder Aussteller eine Trennscheibe aus Acrylglas für den Beratungstresen und einen sensorgesteuerten Desinfektionsmittel-Spender am Eingang zu jedem Stand. Transportdienstleister AMS (Advanced Mobility Solutions) nutzte außerdem die Möglichkeit, seine neuesten Gesundheits- und Sicherheitslösungen vorzustellen – so beispielsweise maßgeschneiderte Plexiglasscheiben in jedem Fahrzeug der Flotte oder Gesichtsmasken mit dem Logo der HCB-Kampagne “Weil wir Hamburg sind.” Bei den eingesetzten Fahrzeugen handelte es sich um komplett elektrisch angetriebene Mercedes-Benz eVitos mit null lokalen Emissionen.

Fotos: HCB, AMS, Josef Sindelka, AMS

Mit partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Erfolg

Auch für die Event-Organisatoren der Agentur “Am Start” war es das erste Projekt, das das Team seit Beginn der Pandemie realisiert hat. Und so gab es natürlich einige neue Herausforderungen, die es zu bewältigen galt. Kai Grube, CEO von Am Start, erinnert sich: “Die größte Herausforderung bestand darin, gemeinsam mit dem Location-Betreiber Stacklies ein erfolgreiches Partnernetzwerk aufzubauen. Denn nur in Team-Arbeit ließ sich der straffe Zeitplan, der deutlich knapper als üblich war, überhaupt einhalten.”

“Das A und O bildete die Entwicklung und Umsetzung eines nachhaltigen, verantwortungsbewussten Hygienekonzepts. Für Veranstaltungsplaner ist das ein völlig neues Kompetenzfeld, das außerdem eine kontinuierliche und enge Zusammenarbeit mit Experten und Behörden erfordert.”

Foto: Volker Renner

Catering auf nostalgischem Flussschiff – mit Starköchin Cornelia Poletto

Bei den abendlichen Networking-Events an Bord eines nostalgischen Mississippi-Dampfers auf der Elbe war keine Geringere als Cornelia Poletto mit dem Catering betraut.

Cornelia Poletto: “Nach einer langen corona-bedingten Dürrezeit war das Catering für The Show unser erstes großes Projekt außer Haus. Mein 15-köpfiges Team und ich waren unheimlich froh, endlich wieder unserer Leidenschaft nachgehen zu können. Und wir waren nicht die Einzigen, denen es so ging: Auch die Gäste wirkten sehr entspannt und glücklich und genossen es sichtlich, den Abend in geselliger Runde zu verbringen.”

“Für uns bestand die Herausforderung nicht darin, die speziellen Sicherheitsvorschriften einzuhalten, denn das ist ja längst zur Routine geworden. Viel schwieriger war die Tatsache, dass die Veranstaltung auf einem alten Mississippi-Dampfer stattfand und sich über zwei Etagen erstreckte! Zum Glück konnten wir auf unsere Erfahrungen bei einer Prominentenhochzeit auf einer Yacht zurückgreifen.”

Foto: Josef Sindelka

Live-Veranstaltungen als wichtiger Impulsgeber

Florian Gerdes

Florian Gerdes

Marketing Manager Conventions
Fokus: UK, USA & China

florian.gerdes@hamburg-convention.com
Tel +49 (0)40 / 30051-652

      

Das Veranstaltungsprogramm von The Show kam bei Fachbesuchern und Ausstellern gleichermaßen gut an. Auch Aussteller Gerhard Fritsch, Geschäftsführer der Luxusschmuckmanufaktur Capolavoro, zeigt sich zufrieden: “Unsere Kunden waren genauso glücklich wie wir, dass wir uns nach mehr als sechs Monaten endlich wieder persönlich treffen konnten. Es war uns wichtig ein Signal zu setzen, dass Branchen-Events erfolgreich vor Ort durchgeführt werden können – und das mit ordentlich Spaß an der Sache.”

Florian Gerdes, Marketing Manager Conventions beim Hamburg Convention Bureau, ergänzt: “The Show war eines der ersten großen Branchen-Events, das seit Beginn der Pandemie in Hamburg stattgefunden hat. Der große Erfolg der Veranstaltung erklärt sich auch aus der vertrauensvollen Partnerschaft zwischen allen beteiligten Organisationen. Alle haben an einem Strang gezogen, damit The Show zu einem sicheren, produktiven und unterhaltsamen Event wird. Außerdem hat das Event uns einmal mehr daran erinnert, wie wichtig B2B-Veranstaltungen sind: Sie kurbeln die Wirtschaft an und ermöglichen es den Teilnehmern, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen – auch und gerade in dem etwas schwierigen Konjunkturumfeld, das wir aktuell haben.”

Fotos: Volker Renner