Regelungen in Hamburg
Gültigkeit vom 25. September bis 23 Oktober 2021

In Innenräumen

In geschlossenen Räumen mit festen Sitzplätzen können bis zu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend sein, in geschlossenen Räumen ohne feste Sitzplätze reduziert sich die Zahl auf 50 Personen.

Unter freiem Himmel

Im Freien mit festen Sitzplätzen sind bis zu 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zulässig, ohne feste Sitzplätze dürfen bis zu 250 Personen teilnehmen.

Der Hamburger Senat hat mit einer Änderung der Hamburger Corona-Verordnung die Möglichkeit für Zwei-G-Angebote beschlossen. Die meisten Publikumseinrichtungen erhalten seit dem 28. August 2021 die Option, Angebote ausschließlich für Geimpfte und Genesene anzubieten und werden damit von bestimmten Vorgaben der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung freigestellt.

Soweit die Veranstalterin oder der Veranstalter nach Maßgabe des Zwei-G-Zugangsmodells nach § 10j der aktuellen Verordnung sicherstellt, dass während einer Veranstaltung ausschließlich Personen anwesend sind, die über einen Coronavirus-Impfnachweis (zwei Wochen nach der letzten Impfung) oder einen Genesungsnachweis (gültig bis 6 Monate nach Genesen) verfügen oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gelten ausschließlich die folgenden Vorgaben:

1. die allgemeinen Hygienevorgaben nach § 5 der aktuellen Verordnung sind einzuhalten. Es entfällt jedoch das Abstandsgebot.

  • Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Vorgaben nach § 5 (2) der Verordnung weiterhin gelten, nach der die Beschäftigten die allgemeinen Arbeitsschutzbestimmungen des Unfallversicherungsträgers bzw. die Gewerbetreibenden die geltenden Vorschriften der Berufsgenossenschaft zu erbringen haben.

2. Ein Schutzkonzept ist nach § 6 der aktuellen Verordnung zu erstellen,
3. Es sind die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach § 7 zu erheben.
4. Die Besucherobergrenze nach § 9 (1) der Verordnung ist aufgehoben, sofern die Vorgaben des Zwei-G-Modells nach § 9 (3) der Verordnung sicherstellt sind.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere Informationen:

Fragen und Antworten

Kann auch eine größere Veranstaltung stattfinden?

Auf Antrag kann in besonders gelagerten Einzelfällen, abweichend von Absatz 1 Satz 1 für Veranstaltungen eine höhere Teilnehmerzahl durch die zuständige Behörde genehmigt werden, wenn über die Vorgaben des Absatzes 1 Sätze 2 und 3 hinaus der aktuellen Verordnung die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

1. der Veranstaltungsort verfügt über gesicherte Zu- und Abgänge, die eine Entzerrung der Besucherströme durch eine Segmentierung bei Ein- und Auslass ermöglichen,

2. in dem Schutzkonzept nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 der aktuellen Verordnung sind insbesondere die Anordnung der Sitz- und Stehplätze, die Entzerrung der Besucherströme durch eine Segmentierung bei Ein- und Auslass, die sanitären Einrichtungen sowie die allgemeinen hygienischen Vorkehrungen darzulegen,

3. geschlossene Räumlichkeiten müssen über lüftungstechnische Anlagen verfügen, die das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus nach dem jeweils aktuellen Stand der Technik erheblich reduzieren; die Einhaltung des Standes der Technik auf diesem Gebiet wird vermutet, wenn jeweils die diesbezüglichen Empfehlungen des Umweltbundesamtes und die allgemein anerkannten Regeln der Technik nachweislich beachtet werden,

4. die Durchführung der Veranstaltung ist unter Berücksichtigung der aktuellen epidemiologischen Lage unter Infektionsschutzgesichtspunkten vertretbar.

Ist der 1,5m Mindestabstand auch bei Veranstaltungen (Indoor/Outdoor) einzuhalten?

Personen müssen an öffentlichen Orten zueinander einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten (Abstandsgebot). Das Abstandsgebot gilt nicht

1. für Angehörige eines gemeinsamen Haushalts,
2. für Personen, zwischen denen ein familienrechtliches Sorge- oder Umgangsrechtsverhältnis besteht oder
3. bei Zusammenkünften mit den Angehörigen weiterer Haushalte;

die Ausnahmen vom Abstandsgebot nach den Nummern 1 bis 3 gelten bei Zusammenkünften von Angehörigen eines gemeinsamen Haushalts (Nummer 1) mit Personen nach Nummer 2 oder Nummer 3 jedoch nur für die Zusammenkunft von insgesamt bis zu zehn Personen; Kinder dieser Haushalte bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden nicht mitgerechnet; das Abstandsgebot gilt ferner nicht, wenn seine Einhaltung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist.

Muss ich meine geplante Veranstaltung genehmigen lassen?

Nein, eine gesonderte Genehmigung ist nicht notwendig. Der Veranstalter bzw. Ausrichter der jeweiligen Veranstaltung muss aber in enger Abstimmung mit der „Location“ (Eventlocation, Hotel, Freiflächenbetreiber o.ä.) sicherstellen, dass alle Maßnahmen und Vorschriften aus der Verordnung der FHH vollumfänglich umgesetzt werden [vgl. §6].

Muss ich die Teilnehmer der Veranstalter über Besonderheiten und Verhaltenshinweise informieren?

Ja, der Veranstalter bzw. Ausrichter muss alle angemeldeten Teilnehmer der Veranstaltung rechtzeitig im Voraus über die besonderen Verhaltensregeln vor Ort informieren. Hierfür bietet sich die Kommunikation per E-Mail, auf den Internetseiten der Veranstaltung sowie zusätzlich vor Ort als Aushang an. Teilnehmer ohne verbindliche Anmeldung dürfen nicht an der Veranstaltung teilnehmen, da hier sonst keine Kontaktdaten vorliegen.

Welche Kontaktdaten der Teilnehmer einer Veranstaltung muss ich erfassen.

Laut der aktuellen Verordnung gilt Folgendes:

  • als Kontaktdaten sind der Name, die Anschrift und eine Telefonnummer vollständig und zutreffend anzugeben und die angegebenen Kontaktdaten sind zu erfassen,
  • die Kontaktdaten sind unter Angabe des Datums und der Uhrzeit der Eintragung in Textform zu erfassen und vier Wochen aufzubewahren (Aufbewahrungsfrist); dabei ist sicherzustellen, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Kontaktdaten erlangen können,
  • die Kontaktdaten sind der zuständigen Behörde zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionsketten oder zur Prüfung der Einhaltung der Verpflichtungen nach den Nummern 1, 2, 4 und 5 auf Verlangen herauszugeben,
  • die Aufzeichnungen der Kontaktdaten sind nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist zu löschen oder zu vernichten,
  • die Verwendung der Kontaktdaten zu anderen als den in dieser Vorschrift genannten Zwecken sowie deren Weitergabe an unbefugte Dritte sind untersagt.

Die Verpflichtungen nach Satz 1 können auch dadurch erfüllt werden, dass eine geeignete Anwendungssoftware verwendet wird, mittels derer Kontaktdaten sowie Erhebungsdatum und Uhrzeit programmgestützt erfasst werden; die Software muss für einen Zeitraum von vier Wochen eine Übermittlung an die zuständige Behörde ermöglichen. Es wird empfohlen, für die Kontaktnachverfolgung eine Anwendungssoftware zu verwenden.

Die oder der zur Datenerhebung Verpflichtete hat zu prüfen, ob die angegebenen Kontaktdaten vollständig sind und ob diese offenkundig falsche Angaben enthalten (Plausibilitätsprüfung); bei der Nutzung einer Anwendungssoftware nach Absatz 1 Satz 2 wird die Pflicht zur Plausibilitätsprüfung dadurch erfüllt, dass der zur Datenerhebung Verpflichtete die ordnungsgemäße Verwendung der Software bei der Kontaktdatenerfassung sicherstellt. Soweit gegenüber der oder dem zur Datenerhebung Verpflichteten Kontaktdaten angegeben werden, ist die besuchende oder teilnehmende Person zur vollständigen und wahrheitsgemäßen Angabe verpflichtet.

Besteht eine Maskenpflicht für die Teilnehmer?
Bei Veranstaltungen gilt für alle anwesenden Personen in geschlossenen Räumen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske nach § 8 mit der Maßgabe, dass die Masken bei Ansprachen und Vorträgen durch die Vortragenden oder darbietenden Personen sowie während des nach Satz 3 zulässigen Verzehrs abgelegt werden dürfen.
Was passiert bei erneuten Einschränkungen durch den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg?

Sobald es Änderungen hinsichtlich der aktuell gültigen Verordnung geben sollte, werden diese hier umgehend Berücksichtigung finden.

Wir empfehlen Ihnen daher die Informationen regelmäßig auf Aktualität hin zu überprüfen. Darüber hinaus ist ein enger Austausch mit der Veranstaltungslocation bzw. dem Hotel dringend zu empfehlen.

Gibt es Einschränkungen zu Incentives und wo finde ich Informationen dazu?
Die in der Verordnung stehenden Vorgaben und Regelungen (vor allem die Abstands- und Hygieneregelungen) gelten auch für sogenannte „Incentives“.

Da hier örtliche, bauliche und organisatorische Besonderheiten bei jedem Anbieter eine maßgebliche Rolle spielen, möchten wir Sie bitten zur Klärung der Details mit dem „Incentive“-Anbieter direkt in die individuelle Absprache zu gehen.

Müssen sich die Teilnehmer testen lassen?
Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen darf der Einlass nur nach Vorlage eines negativen Coronavirus-Testnachweises nach § 10h gewährt werden.

Weitere Links und Informationen

 

Informationen vom Bundesgesundheitsministerium

Zu den aktuellen Informationen über das Coronavirus

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Zu den häufig gestellten Fragen über das Coronavirus

Informationen der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg

Zu den Informationen über das Coronavirus

Bei Bedarf können Bürgerinnen und Bürger beim telefonischen Hamburg Service (Rufnummer 115, montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr) weitere Informationen zum neuartigen Coronavirus und Ansprechpartner in Hamburg erhalten.

Informationen vom Robert-Koch-Institut (RKI)

Zur den häufig gestellten Fragen über das Coronavirus
Zur Risikobewertung des Coronavirus

Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Zur den häufig gestellten Fragen über das Coronavirus (in Englisch)
Zu den Verhaltensregeln beim Umgang mit leicht übertragbaren Infektionskrankheiten

Ergänzende Hinweise

Wir empfehlen die üblichen Verhaltenshinweise zur Vermeidung einer Ansteckung bei Infektionskrankheiten zu befolgen. Außerdem empfehlen wir Ihnen, sich nur über seriöse Quellen, offizielle Ämter und Bundesbehörden zu informieren.