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Internationale Handelsmetropole

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Schon seit dem Mittelalter profitiert Hamburg als Drehscheibe und Motor im Ostseehandel von den guten wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen zu Städten, Regionen und Staaten rund um die Ostsee. Zwar litten Intensität und Reichhaltigkeit der Verbindungen unter dem Niedergang der Hanse genauso wie nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Eisernen Vorhang – das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit jedoch blieb.

Und so spielt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Ostsee als Wachstumsraum erneut eine bedeutende Rolle für Hamburg. Im Osten herrscht Aufbruchstimmung. Besonders nach dem Beitritt der Ostsee-Anrainerstaaten Estland, Lettland, Litauen und Polen zur Europäischen Union ist ein sich stark entwickelnder, weitgehend barrierefreier und friedlicher Wirtschaftsraum entstanden. Dieser hat sein Potenzial noch lange nicht erschöpft. Das gilt für Riga genauso wie für Helsinki, für St. Petersburg wie für Hamburg, für Danzig wie für Kopenhagen. Die Wirtschaft wächst in den 10 Ländern rund um die Ostsee mit bald 90 Millionen Einwohnern dynamischer als anderswo. Etwa ein Drittel aller europäischen Exporte sind dafür ein deutlicher Beleg.

Hamburg ist wiederum zur Drehscheibe des europäischen Handels im Ostseeraum geworden. Bereits heute entfällt ein Viertel aller in Hamburg umgeschlagenen Container auf den Ostsee- und Osteuropahandel. Aber nicht nur die baltischen und osteuropäischen Staaten sorgen für den Aufschwung in Deutschlands bedeutendster Hafenstadt. Auch für die skandinavischen Länder ist Hamburg das wichtigste Handelszentrum in Nordeuropa. Nach dem Bau der Öresund-Brücke und dem kontinuierlichen Ausbau des Nord-Ostseekanals wird die geplante feste Querung des Fehmarnbelts diese Entwicklung weiter beschleunigen.

Die Ostsee als „Meer des Friedens und der Möglichkeiten“ für Hamburg zu nutzen und auszubauen, ist zu einem politischen Schwerpunkt des Hamburger Senats geworden.